Schloss Weesenstein

Liebe(r) Leser(in),

oft stellt sich die Frage was man an einem Montag unternehmen kann, denn viele Museen, diverse andere Einrichtungen und Gaststätten haben am Montag geschlossen.

Mein Montagsausflug entführt Sie in das Müglitztal. Für König Johann war es das schönste Tal in Sachsen und er sollte es wissen! Unweit von Heidenau und Dohna gelangen wir talaufwärts nach Weesenstein. Das Schloss bietet manch Kuriosum.  So finden Sie den Festsaal auf dem Dachboden, Pferdeställe befinden sich in der fünften Etage, darunter die Kellergewölbe und ein Stockwerk darunter gelegen die herrschaftlichen Wohnräume! Hier scheint alles auf dem Kopf zu stehen, was in gewisser Hinsicht auf die Architektur auch stimmt, denn das Haus wuchs von oben nach unten. So befindet sich der der Turm als ältestes Bauwerk am Platz mit seinem Fundament fünf Etagen über dem Jahrhunderte später gebauten klassizistischen Wintergarten. So etwas sollten Sie unbedingt aus der Nähe betrachten, gern auch am Montag.

Natürlich erfahren Sie auf Schloss Weesenstein noch viel mehr aus der über 800jährigen Geschichte und auch über den besonders schlauen Sachsen König Johann.

Sehenswert ist auch der nach der Jahrhundertflut 2002 vollständig verwüstete und nun wunderbar wieder erschaffene Park unterhalb des Schloss Weesenstein.

Anschließend könnten Sie noch meiner persönlichen, mehr als 1000jährigen Freundin einen Besuch abstatten. Mit dem Auto erreichen Sie diese in weniger als 10 Minuten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wenn Sie danach hungrig und durstig sind, dann befindet sich im Ort Maxen ein recht guter Gasthof. Dieser hat ebenfalls am Montag geöffnet und zeichnet sich durch gute Hausmannskost zu familienfreundlichen Preisen aus.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß!

Marek Decker

Die Schmorsdorfer Linde

Liebe(r) Leser(in),

Die Schmorsdorfer Linde finden wir direkt in Schmorsdorf, bei Maxen und unweit von Dresden. Das Alter dieser Linde ist unbestimmt, jedoch schon um 1630 in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wird dieser Baum erstmals schriftlich erwähnt. Ein Sturm im Januar 1884 hat drei Stiele von der Linde abgebrochen. Das Holz wurde durch die Gemeinde an Schmorsdorfer Bürger verkauft. Damals hatte die Linde schon einen Stammumfang von 4 m und eine Höhe von 44 m.

Die Größe dieser Linde wird gerade zur Winterszeit deutlich, wenn die Blätter fehlen. Der Stamm der Linde ist innen hohl, so daß hier durchaus mehrere Personen stehen können. Bänke im Schatten der mächtigen Schmorsdorfer Linde laden zum Verweilen ein.Lange Zeit wurde die Linde als Spielplatz von Kindern benutzt. Heute steht die Linde unter Naturschutz.

Am 27. Mai 2006 wurde das Lindenmuseum Clara Schumann eröffnet. Es ist das wohl kleinste freistehende Museum Sachsens mit 6.5 qm. Auf vier großen Ausstellungstafeln können sich die Besucher über Lindenbäume und speziell über die 1000-jährige Schmorsdrofer Linde informieren. Die berühmte Pianistin Clara Schumann ist – wenn sie bei dem Ehapaar Serre auf Schloss Maxen weilte – einige Male zu dieser alten Linde gewandert und hat uns überliefert, dass hier nachts eine weiße Frau umgehen soll. So finden die Besucher auch über das Leben auf Schloss Maxen und die Aufenhalte von Robert und Clara Schumann in Maxen einige Informationen. Der Heimatfilm „Maxen 1955“ von Ernst Hirsch ergänzt das Angebot des Lindenmuseums Clara Schumann trefflich.

Viel Vergnügen!

Marek Decker