Das war der 19.Februar 2011

Die meisten der Rechtsextremen waren am frühen Sonnabendabend aus Dresden gekommen. Dort hatten zuvor tausende Gegendemonstranten eine genehmigte Demonstration von Neonazis verhindert. Dabei kam es neben zahlreichen friedlichen Protesten auch zu Straßenschlachten mit der Polizei. Diese war mit insgesamt 4.500 Beamten vor Ort um Demonstranten und Gegendemonstranten auseinanderzuhalten. Laut Polizeipräsident Dieter Hanitsch wurden bei den Auseinandersetzungen über 50 Polizisten verletzt. Zudem wurden rund 50 Demonstranten wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Körperverletzung und Widerstandes gegen die Staatsgewalt in Gewahrsam genommen.

Polizei stürmt Linke-Büro

Wie die Linkspartei am Abend mitteilte, hat die Polizei am Sonnabend eine ihrer Geschäftsstellen in der Elbestadt gestürmt. Linken-Bundestagsabgeordnete Katja Kipping sagte, Polizisten hätten am Abend die Eingangstür im „Haus der Begegnungen“ aufgebrochen und in einer vierstündigen Aktion das Gebäude durchsucht, in dem neben sich dem Stadtverband der Linken auch das Bündnis „Dresden Nazifrei“ befindet, welches unter anderem zu den Gegendemonstrationen aufgerufen hatte. Den Beamten zufolge war der Verdacht auf die Organisation einer Straftat und Landfriedensbruch Grund für die Durchsuchung. Kipping beurteilte den Einsatz, bei dem ein Laptop beschlagnahmt und einigen Mitarbeitern Handschellen angelegt worden sind als „unverhältnismäßig“.

Nach den gescheiterten Demonstrationen von Rechtsextremen in Dresden ist es am späten Sonnabend in Leipzig zu Zusammenstößen zwischen linken und rechten Gruppen gekommen. Nach Angaben der Polizei waren Anhänger beider Gruppen an mehreren Stellen im Stadtgebiet aufeinander getroffen. Allerdings sei es den Beamten gelungen, schlimmeres zu verhindern. Es gab lediglich mehrere Sachbeschädigungen.

In Dresden hinterlassen Krawalle nur wenig Spuren

In Dresden waren am Sonntagmorgen kaum Spuren der Ausschreitungen vom Vortag zu sehen. Lediglich in den Brennpunktvierteln südlich des Hauptbahnhofs, in der Südvorstadt sowie in den Stadtteilen Cotta und Plauen, lagen auf den Fußwegen noch wenige Überreste zusammengeschmolzener Müllcontainer, die am Sonnabend in Flammen aufgegangenen waren. Auf dem Zelleschen Weg, einer vierspurigen Durchgangsstraße am Universitätscampus, wurde der Asphalt an mehreren Stellen in Mitleidenschaft gezogen. Dort waren kleine Barrikaden angezündet worden.

Text-Quelle: mdr.de/sachsen

Dresden gegen Naziaufmarsch am 19.02.2011 – aktuell

Dresden gegen Naziaufmarsch am 19.02.2011 – aktuell

Liebe(r) Leser(in),

In Dresden weiten sich die Proteste gegen die bevorstenden Aktionen von Neonazis aus. Am Mittag kam es zu ersten Auseindersetzungen zwischen Linken und der Polizei. Die Polizei setzte Reizgas und Wasserwerfer ein. Ein Großaufgebot der Polizei kontrollierte an den Zufahrtsstraßen Autos und Busse. Zeitweise kreisten bis zu sieben Polizeihubschrauber über der Stadt. Mehrere tausend Rechtsextreme sollen in Dresden sein. Die Polizei geht davon aus, dass 4.000 Neonazis etwa 20.000 Gegendemonstranten gegenüber stehen. Unter ihnen sind auch gewaltbereite Linksextreme.

Und hier gibt es ersten Bilder:


Hoffentlich eskaliert die Lage nicht weiter.