Moritzburg

Moritzburg – Schloss und Fasanenschlösschen

Liebe(r) Leser(in),

Moritzburg liegt sozusagen vor den Toren der Sächsischen Landeshauptstadt Dresden und gehört sicher zu den reizvollsten Touristen – und Urlaubszielen überhaupt. Idyllische Natur und kulturhistorische Denkmäler bilden hier eine phantastische Symbiose.

Eine gerade Allee führt durch den Ort (bis 1934 Eisenberg)direkt auf SCHLOSS MORITZBURG zu. Der Ursprung geht auf Kurfürst Moritz zurück, welcher bereits 1542 durch den Architekten Hans von Dehn-Rothfelser ein Jagdschloss im Renaissancestil erbauen ließ. Umbauten und Erweiterungen wurden durch Wolf Caspar von Klengel und Johann Georg Starke vorgenommen.

Im Jahr 1703 beauftragte August der Starke den Architekten Johann Georg Starke den Umbau des Jagdschlosses in ein großes Barockschloss zu planen. Dieser Umbau erfolgte dann 1723-1727 unter Matthäus Daniel Pöppelmann, Zacharias Longuelune und Jean de Bodt.

Besondere Erwähnung sollten die wertvollen Ledertapeten im Schloß erfahren. Der Moritzburger Bestand an barocken Ledertapeten ist weltweit der umfänglichste.                                                                                                                                                                                                       Ebenso bemerkenswert die Sammlung der Jagdtrophäen. Unter anderem befinden sich auf Schloß Moritzburg das Geweih eines bereits ausgestorbenen Riesenhirsches, sowie der legendäre Sechsundsechzigender.                                                                                                      Legenden ranken sich um das Moritzburger Federzimmer. Dieses ist unbestritten einzigartig in der europäischen Kunstgeschichte. Aber wie es nun tatsächlich  in den Besitz August des Starken kam finden sie am besten in Moritzburg heraus!

Ein Kleinod des Rokoko – das FASANENSCHLÖSSCHEN, befindet sich ebenfalls in Moritzburg.                                                                        1728 entstand unter August dem Starken östlich des Schlosses eine Fasanerie, welche leider während des Siebenjährigen Krieges zerstört wurde. Erst 1768 begann der Wiederaufbau durch den jungen Kurfürsten Friedrich August III., bereits ein Urenkel August des Starken. Graf Marcollini pachtete in der Folge den Garten und ließ für den jungen Kurfürsten auf dem Grund der alten Fasanerie ein Sommerschlösschen errichten – das heutige FASANENSCHLÖSSCHEN. Der Bau entstand 1770 – 1776 in chinoisen Formen durch den Architekten Johann Daniel Schade.

In unmittelbarer Nähe wurden 1775/76 der Hafen mit dem Leuchtturm, sowie die Dardanellen angelegt. Selbst eine Fregatte wurde zum Segeln auf dem Bärnsdorfer Großteich gebaut.

Aktuell startete am 20.09.2010 ein spektakuläres Restaurierungsprojekt im Fasanenschlösschen. Die weltweit einzigartigen Wandbespannungen aus Stroh, Federn und Seide werden vollständig wiederhergestellt.

 
Marek Decker

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