Dresden geht voran

Liebe(r) Leser(in),

noch bis zur sogenannten Wende 1989 war Dresden das Tal der Ahnungslosen. So wurden wir belächelt, weil wir im Elbtal kaum eine Chance hatten westliche Radiosender zu empfangen. Vom Westfernsehen konnten wir nur träumen. Auch Telefonanschlüsse waren Mangelware. An der guten alten Telefonzelle konnte es schon passieren, das wir auch mal anstehen durften. Ja so war es halt.

Ab 1990 hat sich dann aber auch im Dresdner Raum vieles sehr schnell verbessert. Das eigene Festnetztelefon zu Hause war schon ein wesentlicher Fortschritt. Ich erinnere mich noch an die ersten Mobiltelefone. Sie ähnelten in ihrer Größe einem Feldtelefon und kosteten wahrscheinlich ein Vermögen.

Heute hat sich da einiges getan. Das gute alte Handy wird durch Smartphone und Co. in den Hintergrund gedrängt. Zahlreiche Anbieter mit günstigen Tarifen werben um die Gunst der Kunden, so zum Beispiel ein Angebot mit recht guten Konditionen, discoSURF. Fast überall sind wir mittels Mobilfunk und Internet zu erreichen. Die Kabelnetze werden ausgebaut und die Haushalte verfügen oft schon über schnelles Internet mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s. Das ist schon schnell, aber es wird noch viel besser.

Vor einiger Zeit schrieb ich diesen Artikel: Der Turbo Chip aus Dresden

Genau dieser Chip ist die Voraussetzung für künftig noch sehr viel schnelleres Internet, welches sozusagen Prozesse in Echtzeit ermöglichen wird. So entwickelt das Team um Prof. Gerhard Fettweis eine neue Datenfunktechnik „Terabit-WLAN“, die Informationen etwa 1000-mal schneller als heutige WLAN-Sender übertragen kann. Rund sieben Millionen Euro Forschungsförderung wurden für diesen Zweck bei der EU beantragt.

Um sich diese Entwicklung vorstellen zu können hier mal ein paar Vergleichsdaten: Derzeit können handelsübliche Computer und Computertelefone Daten in der Praxis meist mit einer Geschwindigkeit von 54 Megabit je Sekunde (entspricht etwa sechs Fotos pro Sekunde) übertragen. Die jüngsten WLAN-Geräte sind inzwischen in den Gigabit-Bereich vorgestoßen, aber noch kaum verfügbar. Ein Terabit-WLAN-Gerät könnte dann ganze Spielfilm-Sammlungen binnen Sekunden übertragen. Parallel dazu arbeitet das Team von Prof. Fettweis jüngst in Dresden auch am Mobilfunk der nächsten Generation, der ebenfalls höherer Geschwindigkeiten als bisher ermöglichen soll, vor allem aber äußerst reaktionsschnell funken soll.

Wir sind dann mal gespannt!

Marek Decker

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