Dresden als Bienenstadt

Liebe(r) Leser(in),

in unserer schönen Landeshauptstadt gibt es jede Menge Flotte Bienen, denn es ist ja bekannt, dass es in Sachsen die schönsten Mädchen und Frauen deutschlandweit gibt. Nun setzen wir in Puncto Bienen noch einen drauf, es hält die Honigbiene vermehrt Einzug in der Stadt!

Es ist kaum zu glauben, aber mit 62 Prozent Wald- und Grünfläche ist Dresden eine der grünsten Städte in Europa. Durch die Heide, die Elbwiesen, viele Park- und Grünanlagen, Kleingärten und bepflanzte Balkone kann Dresden den Wild- und Honigbienen hervorragende Möglichkeiten bieten.

Mit dem Umweltamt der Stadt Dresden, dem Imkerverein Dresden e.V., den Städtischen Bibliotheken, der Dresden Information GmbH und der Stadtentwicklungsgesellschaft STESAD GmbH haben sich in den vergangenen Monaten starke Partner aus verschiedenen Bereichen zusammen gefunden, um das Projekt „Bienenstadt Dresden“ ins Leben zu rufen. Es werden dabei verschiedene Projektziele verfolgt.

Die Initiative „Biene sucht Blüte“ des Imkervereins Dresden e.V. ist seit mehr als einem Jahr Vorreiter für den Schutz der Bienen und setzt sich für ein höheres Bewusstsein in den Behörden, Betrieben und in der Bevölkerung der Stadt ein. Zielsetzung ist, die Lebensbedingungen der Wild- und Honigbienen zu verbessern und die ökologische Honigbienenhaltung zu fördern. Denn die Spezies ist gefährdet: Von den in Sachsen ehemals beheimateten 411 Wildbienenarten sind zwei Drittel vom Aussterben bedroht oder sogar schon ausgestorben. Die Ausbreitung von Monokulturen, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und fehlende Nistmöglichkeiten machen vor allem den Wildbienen zu schaffen. Die Honigbiene wird zusätzlich durch die vor 30 Jahren eingeschleppte Varroamilbe bedroht und kann mittlerweile nur noch mit Hilfe der Imker existieren.

An verschiedenen bekannten Standorten im städtischen Raum sollen deshalb unter der Obhut des Imkerverein Dresden e.V. Bienenbeuten aufgestellt werden. Diese werden vorwiegend durch Jungimker betreut – eine hervorragende Möglichkeit, wieder mehr junge Menschen an das Imkerwesen heranzuführen. Die Zahl der Imker ist in Dresden bereits in den letzten Jahren deutlich gestiegen: So zählt der Imkerverein Dresden gegenwärtig 150 Mitglieder, etwa doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Die erste Bienenbeute wurde 2013 auf einem kleinen begrünten Balkon der STESAD an der Königsbrücker Straße aufgestellt, zwei weitere im April 2014 im Museumsgarten des Deutschen Hygiene-Museums. Im Mai folgen zwei Bienenbeuten am Kulturpalast Dresden: zunächst auf den Baucontainern, nach Fertigstellung der Bauarbeiten auf dem Balkon des Kulturpalastes.

Auch die Dresden Information unterstützt das Projekt nach Kräften. Der so gewonnene Honig ist demnächst als besonders einzigartiges Dresden-Produkt in der Dresden Information an der Frauenkirche erhältlich. Zudem kann man hier mit der Dresdner Bienenweide-Mischung auch Saatgut für den heimischen Balkon oder Garten kaufen und so das Projekt „Bienenstadt Dresden“ nachhaltig unterstützen. Der Echte Dresdner Bienenhonig und die Dresdner Bienenweide-Mischung sind nicht nur witzige Souvenirs für Touristen; auch die Dresdner können damit aktiv zur Versorgung und zum Schutz der Wild- und Honigbienen beitragen.

Marek Decker

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