Die Schmorsdorfer Linde

Liebe(r) Leser(in),

Die Schmorsdorfer Linde finden wir direkt in Schmorsdorf, bei Maxen und unweit von Dresden. Das Alter dieser Linde ist unbestimmt, jedoch schon um 1630 in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wird dieser Baum erstmals schriftlich erwähnt. Ein Sturm im Januar 1884 hat drei Stiele von der Linde abgebrochen. Das Holz wurde durch die Gemeinde an Schmorsdorfer Bürger verkauft. Damals hatte die Linde schon einen Stammumfang von 4 m und eine Höhe von 44 m.

Die Größe dieser Linde wird gerade zur Winterszeit deutlich, wenn die Blätter fehlen. Der Stamm der Linde ist innen hohl, so daß hier durchaus mehrere Personen stehen können. Bänke im Schatten der mächtigen Schmorsdorfer Linde laden zum Verweilen ein.Lange Zeit wurde die Linde als Spielplatz von Kindern benutzt. Heute steht die Linde unter Naturschutz.

Am 27. Mai 2006 wurde das Lindenmuseum Clara Schumann eröffnet. Es ist das wohl kleinste freistehende Museum Sachsens mit 6.5 qm. Auf vier großen Ausstellungstafeln können sich die Besucher über Lindenbäume und speziell über die 1000-jährige Schmorsdrofer Linde informieren. Die berühmte Pianistin Clara Schumann ist – wenn sie bei dem Ehapaar Serre auf Schloss Maxen weilte – einige Male zu dieser alten Linde gewandert und hat uns überliefert, dass hier nachts eine weiße Frau umgehen soll. So finden die Besucher auch über das Leben auf Schloss Maxen und die Aufenhalte von Robert und Clara Schumann in Maxen einige Informationen. Der Heimatfilm „Maxen 1955“ von Ernst Hirsch ergänzt das Angebot des Lindenmuseums Clara Schumann trefflich.

Viel Vergnügen!

Marek Decker

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