Märzenbecher im Polenztal

Liebe(r) Leser(in),

im Polenztal findet der Kundige zahlreich seltene Pflanzen. So befindet sich in der Nähe der Bockmühle das Naturschutzgebiet „Märzenbecherwiesen“, welches das größte Wildvorkommen von Märzenbechern in Sachsen ist. Bereits seit 1928 engagiert sich der Landesverein Sächsischer Heimatschutz aktiv für den Schutz dieses einzigartigen Vorkommens. Am Ufer der Polenz können Sie ebenfalls die Echte Stachelbeere, Mondviole, Bärlauch, Binsenwollgras und Silberstern finden.

 

Herzlichen Dank an Rainer Triebe für dieses phantastische Video (Quelle YouTube).

Die Polenz ist der rechte, kleinere Quellfluss des Lachsbaches in Sachsen und durchfließt im unteren Abschnitt das westliche Elbsandsteingebirge in einem canyonartigen Tal. Der Fluss entspringt an der deutsch-tschechischen Landesgrenze zwischen den Dörfern Langburkersdorf und Nová Véska (Neudörfel) aus neun Quellen, die sich südwestlich des 461 m hohen Roubens (Raupenberg) größtenteils auf deutschem Gebiet befinden und sich in 363 m ü. M. vereinigen.

Der Oberlauf der Polenz bildet die natürliche Grenze zwischen dem Hohwald und der Sächsischen Schweiz. Unterhalb des Hohen Birkigts bildet die Polenz in südwestlicher Richtung ein enges, tiefes Tal mit zahlreichen Flussschleifen. Das obere Polenztal ist Teil des Naturschutzgebietes Polenztal und berühmt für das größte natürliche Vorkommen wildwachsender Märzenbecher innerhalb Deutschlands. Die Märzenbecherwiesen ober- und unterhalb der Bockmühle bei Cunnersdorf sind im Frühjahr ein viel besuchtes Ausflugsziel.

Nahe der Stadt Hohnstein unterhalb des Hocksteins und somit in unmittelbarer Nähe unseres Gasthauses quert die Polenz die sogenannte Lausitzer Überschiebung, wo sich der Lausitzer Granit als tektonische Platte über die Sandsteinschichten des Elbsandsteingebirges geschoben hat. An dieser Stelle wechselt die Form des Tales unvermittelt von der granittypischen V-Form zu einer canonartigen Form mit hohen, senkrechten Sandsteinwänden. Dieser Formenwechsel entsteht durch die unterschiedlichen Vorgänge bei der Verwitterung der beiden Gesteinstypen.

Oberhalb des Seitentales Schindergraben bei Hohnstein befindet sich als bekanntes Wanderziel die Gautschgrotte. Rechts der Polenz erstreckt sich das schütter bewaldete schmale Felsplateau Ziegenrücken, links folgen dann die Wandfluchten des Brand sowie der klammartig in den Sandstein eingeschnittene Tiefe Grund westlich von Waitzdorf. Oberhalb von Porschdorf, am Felsmassiv der Ochel zwischen der Frinztalmühle und der Felsformation Gluto, vereinigt sich die Polenz nach zirka 31,3 Kilometern mit der Sebnitz zum Lachsbach.

 

Seit 1995 existiert das länderübergreifende Projekt Elbe-Lachs, welches eine Wiederbesiedlung der Elbe und einiger Nebenflüsse, unter anderem der Polenz, mit Lachsen zum Ziel hat. Dieses Projekt ist erfolgreich und hat dazu geführt, dass neben der Forelle auch der Lachs in der Polenz wieder heimisch wurde. Für die Aufzucht der Jungfische wurde die Forellen- und Lachszuchtanlage Langburkersdorf eingerichtet.

Quellen:
Hydrologisches Handbuch Teil 3 – Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie
http://www.saechsischer-heimatschutz.de

Im Polenztal können Sie vom kleinen Spaziergang bis zur Wanderung alles unternehmen.

Mein Tipp für alle die nicht mehr gut zu Fuß sind: In der Ortslage Langenwolmsdorf fahren Sie die Hauptstrasse Richtung RATAGS Kunsthandwerkerhaus am Langenwolmsdorfer Bach entlang. Hier gibt es größere Vorkommen Märzenbecher, welche Sie sogar vom Auto aus bestaunen können.

Marek Decker

Aschenbrödel kommt wieder

Liebe(r) Leser(in),

bald ist es wieder soweit. Aschenbrödel kehrt in das traumhafte Moritzburger Schloss zurück! Vom 07. November 2015 bis zum 28.Februar 2016 kann die neu gestaltete und sehr beliebte Winterausstellung zum tschechisch-deutschen Kultstreifen besucht werden. Direkt am authentischen Drehort können auch Sie sich dem Zauber eines der schönsten Märchenfilme sicher nicht entziehen.

Die Ausstellung wird sich in dieser Saison etwas anders präsentieren.

Das Team um „withebox“ haben sich dieser einzigartigen Erfolgsgeschichte angenommen: Zwei Architekten, Daniel Sommer und Christian Frommelt, sowie die Grafikerin Mandy Münzner widmeten sich anderthalb Jahre lang dem tschechisch-deutschen Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Vier Ausstellungen gab es dazu in den vergangenen Jahren schon auf Schloss Moritzburg. Das war im Winter 1972/73 einer der Drehorte des Filmes. Mit 600 000 Besuchern haben diese Sonderausstellungen bei der großen Fan-Gemeinde des Filmes mittlerweile fast einen ähnlichen Kultstatus wie dieser selbst erreicht!

 

Mit den neuen Außenschauplätzen sollen die Besucher ganz zielgerichtet an die einzelnen Orte des Drehgeschehens von vor mehr als 40 Jahren im Umkreis des Schlosses herangeführt werden.Sicher eine gute Idee!

Weiter wird es in diesem Jahr nicht mehr so viel Lesestoff wie in den bisherigen Ausstellungen geben. Natürlich wird weiterhin mit dem Originalfilm gearbeitet, aber die Besucher können auch auf absolut neue Präsentationsvarianten gespannt sein.

Im Schlossturm wird es vielfältige Begleitveranstaltungen zu Film und Ausstellung geben. Dabei wird u.a. natürlich auch der Filmklassiker gezeigt.

Nach wie vor verzaubern Schloss Moritzburg und der kultige Märchenfilm von 1973 die Herzen der Menschen. Über 600.000 Besucher wandelten in den Vorjahren bereits auf den Spuren der frechen Märchenprinzessin. Lassen auch Sie sich von dieser Magie inspirieren und tauchen Sie ein in die Geschichte des schönsten Wintermärchens aller Zeiten!

Das barocke Jagd- und Lustschloss von August dem Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, verwandelte sich im Winter 1972/73 in eine märchenhafte Filmkulisse für die tschechisch-deutsche Co-Produktion »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel«. Dass dieser Film zu einem der beliebtesten deutschen Märchenfilme avancieren würde, dachte damals niemand. Inzwischen ist der Film selbst Teil der Moritzburger Schlossgeschichte.

Von nun an wird das Märchen immer im Winter am einstigen Drehort lebendig. Dann können große und kleine Besucher in die Geschichte des schönsten Wintermärchens aller Zeiten eintauchen.

Eröffnet wird die kommende Aschenbrödelschau am 7. November 2015. Wir sind gespannt!

Marek Decker

Der Malerweg

Liebe(r) Leser(in),

ausgehend von Dresden ist die Wanderregion Sächsische Schweiz nur einen Katzensprung entfernt. Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges ist für seinen Formenreichtum bekannt und wird mittig von der Elbe durchzogen, die über Jahrmillionen hinweg ein weites Tal in die Sandsteinlandschaft geschnitten hat. Verschiedene Wanderwege haben sich in der Sächsischen Schweiz etabliert, darunter auch der etwa 115 Kilometer lange Rundwanderweg „Malerweg“, der durch den Großbuchstaben „M“ gekennzeichnet ist.
Ausgehend von Pirna, das etwa 20 Kilometer von der Dresdner Altstadt entfernte Tor zur Sächsischen Schweiz, welches Sie sowohl mit dem Fahrrad als auch per S-Bahn erreichen, führt der Malerweg in acht Etappen bergauf, bergab durch romantische Täler und auf herrliche Steine, für deren Aufstieg Sie mit atemberaubenden Panoramen belohnt werden. Zu den beliebtesten Wanderzielen zählen die Bastei, der Lilienstein, die Festung Königstein, das Kirnitzschtal, die Schrammstein und der Pfaffenstein mit der Barbarine. Die Wanderetappen sind für durchschnittliche Wanderer gut zu meistern, halten jedoch auch ein paar Treppen und Stiegen aber ebenso genug Zeit und Raum für den Besuch von Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten bereit.
Im rechtselbischen Liebethaler Grund bei Pirna beginnt die erste Etappe des Malerwegs, die Sie zunächst entlang der Wesenitz bis nach Mühldorf führt. In der Lohmener Klamm begegnen Sie erneut der Wesenitz, schließlich erreichen Sie den Uttewalder Grund und wandern weiter bis nach Wehlen. Die tiefen Schluchten am Malerweg werden Sie lieben lernen, sie sind im Sommer erfrischend kühl und verwöhnen Ihre Augen mit einer üppig-grünen Pflanzenwelt, die in dem besonders geschützten Klima besonders gut gedeihen kann. Im Laufe der zweiten Etappe passieren Sie einen Steinernen Tisch, an dem einst August der Starke tafelte, und erreichen die Bastei. Die Steinbrücke ist ein beliebtes Fotomotiv und gewährt einen herrlichen Ausblick auf das sich krümmende Elbtal und den Kurort Rathen. Vorbei am Amselsee, durch den Amselgrund erreichen Sie Rathewalde und wandern weiter auf den Hockstein. Der Blick reicht bis zu Ihrem Etappenziel: Hohnstein.
Von Hohnstein führt Sie der Malerweg weiter auf breiten Waldwegen bis zur berühmten Brand-Aussicht, wo die Brand-Baude zu einer kulinarischen Stärkung einlädt. Weiter wandern Sie über 800 Stufen hinab in den Tiefen Grund und weiter durch das Tal der Sebnitz bis nach Altendorf, von wo aus Sie in das Kirnitzschtal hinabsteigen. Die vierte Etappe Ihrer Wanderung beginnt mit dem Aufstieg auf die Schrammsteine, von wo aus Sie einen wunderbaren Blick auf das Elbtal genießen, und weiter auf dem Gratweg durch das Schrammsteinmassiv. Sie erreichen die Affensteine und gelangen schließlich zum Lichtenhainer Wasserfall, von wo aus Sie Ihre Wanderung zum Felsstein „Kuhstall“ und der Neumannmühle fortsetzen. Eine Übernachtung im Kirnitzschtal bietet sich an. Ausgehend von der Neumannmühle, die Sie per Bus oder mit der historischen Kirnitzschtalbahn erreichen, folgen Sie während der fünften Wanderetappe dem Malerweg bis zum Zeughaus und zur herrlichen Goldsteinaussicht. Sie überqueren die Elbe und wandern ab sofort linkselbisch nach Schöna und Reinhardtsdorf.
Auf der sechsten Wanderetappe können Sie den Blick auf das Schrammsteinmassiv und den Tafelberg Lilienstein genießen. An Krippen und Kleinhennersdorf vorbei erreichen Sie die Tafelberge Papststein und Gohrisch. Im Kurort Gohrisch setzen Sie Ihre Wanderung am Malerweg fort und wandern über den Pfaffenstein, von wo aus Sie bereits in der Ferne den Lilienstein und die Festung Königstein entdecken. Vorbei am Quirl und dem Diebeskeller gelangen Sie nach Königstein. Der Aufstieg auf die Festung wird mit einem atemberaubenden Blick auf Elbtal, Lilienstein und die kleinen Ortschaften belohnt. Die achte und somit letzte Etappe Ihrer Wanderung am Malerweg bringt Sie über Thürmsdorf und Weißig auf das Rauensteinmassiv und weiter nach Pötzscha, Naundorf, Niedervogelgesang und schließlich wieder zum Ausgangspunkt Ihrer Wanderreise: Pirna.

Gastartikel von Lisa Frank

Schloss Weesenstein

Liebe(r) Leser(in),

oft stellt sich die Frage was man an einem Montag unternehmen kann, denn viele Museen, diverse andere Einrichtungen und Gaststätten haben am Montag geschlossen.

Mein Montagsausflug entführt Sie in das Müglitztal. Für König Johann war es das schönste Tal in Sachsen und er sollte es wissen! Unweit von Heidenau und Dohna gelangen wir talaufwärts nach Weesenstein. Das Schloss bietet manch Kuriosum.  So finden Sie den Festsaal auf dem Dachboden, Pferdeställe befinden sich in der fünften Etage, darunter die Kellergewölbe und ein Stockwerk darunter gelegen die herrschaftlichen Wohnräume! Hier scheint alles auf dem Kopf zu stehen, was in gewisser Hinsicht auf die Architektur auch stimmt, denn das Haus wuchs von oben nach unten. So befindet sich der der Turm als ältestes Bauwerk am Platz mit seinem Fundament fünf Etagen über dem Jahrhunderte später gebauten klassizistischen Wintergarten. So etwas sollten Sie unbedingt aus der Nähe betrachten, gern auch am Montag.

Natürlich erfahren Sie auf Schloss Weesenstein noch viel mehr aus der über 800jährigen Geschichte und auch über den besonders schlauen Sachsen König Johann.

Sehenswert ist auch der nach der Jahrhundertflut 2002 vollständig verwüstete und nun wunderbar wieder erschaffene Park unterhalb des Schloss Weesenstein.

Anschließend könnten Sie noch meiner persönlichen, mehr als 1000jährigen Freundin einen Besuch abstatten. Mit dem Auto erreichen Sie diese in weniger als 10 Minuten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wenn Sie danach hungrig und durstig sind, dann befindet sich im Ort Maxen ein recht guter Gasthof. Dieser hat ebenfalls am Montag geöffnet und zeichnet sich durch gute Hausmannskost zu familienfreundlichen Preisen aus.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß!

Marek Decker

Krabat in Schwarzkollm

Liebe(r) Leser(in),

unweit von Dresden, ca. eine Autostunde entfernt, gibt es einen geheimnisvollen Ort. Im Koselbruch bei Schwarzkollm entsteht seit 2006 die sagenhafte Schwarze Mühle neu.

Der Verein „Krabatmühle-Schwarzkollm e.V.“ gründete sich im März 2005 mit dem Ziel die „Schwarze Mühle“ als einzigartiges Kulturangebot in der Lausitz erlebbar werden zu lassen. Am historischen Schauplatz wird seit dem diese Erlebniswelt rund um „Krabat“, den „sorbischen Faust“ und guten Zauberer Stück für Stück Realität.

Krabat ist die wohl bekannteste und beliebteste Gestalt im Sagenschatz der Sorben, der gute alte Zaubermeister.
Mit ihm verknüpfen sich Erzählungen über zahlreiche hilfreiche Taten, die er mittels seiner Zauberkünste vor allem zugunsten der ärmeren Menschen vollbrachte.
Seine magischen Kräfte nutzte er, um kärgliches Ackerland der Bauern fruchtbar zu machen oder dringend notwendigen Regen auf dürre Saaten zu bringen. Sümpfe legte er trocken, um von ihnen ausgehenden Krankheiten zu verhindern.
Krabat trieb aber auch seine Possen mit reichen Viehhändlern auf dem Markt von Wittichenau, verwandelte sich gar in einen Ochsen oder ritt durch die Lüfte.
Das Zauberhandwerk soll er in der Schwarzen Mühle oder auch Teufelsmühle genannt, in Schwarzkollm beim damaligen Müller erlernt haben.
Geschichtlicher Hintergrund dieser Sagen und Legenden um Krabat den Zaubermeister der Lausitz ist, dass Kurfürst Friedrich August I. (August der Starke) bei seiner Rückkehr aus einem Feldzug gegen die Türken im Jahr 1696 einen Reiterobristen namens Johann Schadowitz in seinem Gefolge mitbrachte und diesem wegen seiner Verdienste – er soll August den Starken vor der Gefangennahme durch die Türken bewahrt haben – das Gut Groß Särchen vor den Toren der Stadt Hoyerswerda schenkte.
Der aus dem fernen Kroatien stammende Oberst, der hochbetagt am 29. Mai 1704 starb, wurde im Volksmund sicher wegen seiner fremden Herkunft und Sprache, seines Aussehens und seiner Eigenarten als Zauberer angesehen und als „Krabat“ bezeichnet.

Ich empfehle Ihnen bei einem Ausflug zur Krabatmühle nach Schwarzkollm unbedingt die Plinse mit Butter oder Apfelmus zu probieren. Ein Hochgenuss!

Viel Vergnügen und Guten Appetit!

Marek Decker

 

Felsenbühne Rathen

Liebe(r) Leser(in),

rund um die Stadt Dresden gibt es zahlreiche tolle Ausflugsziele. Dazu gehört das Elbsandsteingebirge, meist als Sächsische Schweiz bekannt. Seit 1936 gibt es nun im Kurort Rathen eine der schönsten Freilichtbühnen Europas – die Felsenbühne Rathen. Die Landesbühnen Sachsen bespielen dieses Kleinod mit bis zu 90 Veranstaltungen je Saison. Den Besucher erwarten Klassiker wie Der Freischütz, Hänsel & Gretel, Carmina Burana, sowie diverse Stücke nach Karl May. Aber auch Pippi Langstrumpf oder Wicki (siehe einige aktuelle Bilder) werden in der Felsenbühne Rathen gern gespielt.

Den reizvolle Kurort Rathen erreichen Sie bequem mit dem Auto, der Deutschen Bahn, gern auch mit unserem Shuttleservice.

Villa Sorgenfrei

Villa Sorgenfrei wird Romantik Hotel

Liebe(r) Leser(in),

als echter Dresdner mit etwas Sinn für unsere Stadt und deren einzigartige Umgebung, habe ich schon oft an diesem beeindruckenden Ensemble von Bau- und Gartenkunst verweilen können. Wenige Kilometer vom Zentrum Dresdens entfernt, in der Villen- und Gartenstadt Radebeul gelegen, finden Sie die Villa Sorgenfrei.

Julia und Björn Zierow führen das jüngste Mitglied der Romantik Hotels & Restaurants familiär. Bei ihnen ist der Name des Hotels auch Motto! Genießen Sie einen sorgenfreien Abend im Restaurant, gern auch sorgenfreie Tage im Hotel. Lassen Sie sich mit Köstlichkeiten aus Küche und Keller verwöhnen und vom romantisch, historischen Ambiente verzaubern.

Familie Zierow sind echte Gäste – glücklich – Macher. Als excellente und professionelle Gastgeber vertreten sie die Philosophie der Romantik Hotels & Restaurants voll und ganz. Genuss, Ruhe und Entspannung in Verbindung mit dem perfekten Ambiente und hervorragendem Service.

Bereits 1783 bis 1789 wurde Sorgenfrei als Weingut und Sommerresidenz für die Dresdner Bankier Familie von Gregory im Dresdner Zopfstil (spätbarocker Baustil im Übergang zum Rokoko und Klassizismus) erbaut. Der Dresdner Architekt Johann August Giesel lieferte die Pläne für diesen Bau. In den 1880er Jahren plagte die kleine Reblaus auch die Radebeuler Winzer. In der Folge kam der Weinbau fast vollständig zum Erliegen. Viele Weingüter wurden aufgegeben. 1920 bekam Sorgenfrei einen neuen Besitzer. Der Architekt Alfred Tischer übernahm das Anwesen und realisierte einige Umbauten. Bewohner des Hauses Sorgenfrei waren das Künstlerehepaar Hippold. Die Orangerie wurde zeitweilig durch sie als Atelier genutzt.

Von 1970 bis 1985 war der VEB Gebäudewirtschaft der Rechtsträger, durch diesen wurden erste Sicherungs- und Werterhaltungsmaßnahmen vor allem an der Fassade durchgeführt.  Nach der Reprivatisierung Anfang der 1990er Jahre erfolgte die Sanierung des Ensembles von 1994 bis 1999 in Anlehnung an das historische Vorbild, diese stellte eine mit üblichen denkmalpflegerischen Sanierungen nicht vergleichbare Leistung dar. Die damalige Bauherrschaft, die Familie Hanson, erhielt dafür im Jahr 2000 den Radebeuler Bauherrenpreis in der Kategorie Sonderpreis für die Sanierung eines kulturhistorisch wertvollen Ensembles, sowie den Bundespreis für Handwerk und Denkmalpflege. Eine absolut hervorragende Leistung! Herzlichen Dank!

Marek Decker

Frauenstein im Erzgebirge

Liebe(r) Leser(in),

besuchen Sie doch einmal die Silbermannstadt Frauenstein im Osterzgebirge.

Frauenstein ist ein Kleinod im Erzgebirge, der mittelalterliche Marktplatz und enge Gassen, sowie die malerische Lage auf den ansteigenden Höhen des Gebirges werden gewiss auch Sie bezaubern.

Die im Mittelalter gegründete Stadt Frauenstein bietet Ihnen noch weit mehr als nur die landschaftliche Schönheit. Burgruine, Schloss und Kirche zeugen von einer langen Tradition und Stadtgeschichte, die sich nahtlos in die Bergbaugeschichte des Erzgebirges einfügt.

Ebenso ist die Stadt mit dem wohl berühmtesten Orgelbauer Sachsens, Gottfried Silbermann, sehr verbunden. Ihm zur Ehre wurde das Gottfried Silbermann Museum eingerichtet.

Ich kann Ihnen versichern, ein Besuch lohnt sich.

Viel Spaß!

Marek Decker

Meissen – die Wiege Sachsens

Liebe(r) Leser(in),

Meissen kann als Stadt auf eine mehr als Tausend Jahre alte Geschichte zurückblicken. Die Gründung erfolgte durch König Heinrich I., der hier während eines Heerzuges gegen die Slawen 929 nahe der Elbe eine Burg anlegen ließ.

Mit der Einsetzung eines Markgrafen 965 sowie der Gründung eines Bistums 968 wurde Meißen zum Macht- und Verwaltungszentrum der Mark Meissen. Nach der Übertragung der Kurwürde an Friedrich IV. (den Streitbaren) 1423 wurde Meißen zum Zentrum des Kurfürstentums Sachsens. An die Residenzfunktion erinnern der stilreinste gotische Dom Deutschlands (13. – 15. Jh.) sowie der erste deutsche Schlossbau, die spätgotische Albrechtsburg (15. Jh.).

Ab dem 10. Jh. entwickelte sich unterhalb der Burg, am Elbhafen – im Bereich des heutigen Theaterplatzes, ein Rast- und Handelsplatz, im 11. Jahrhundert am sogenannten Neumarkt eine Siedlung deutscher und jüdischer Fernhändler und ab 1150 um den heutigen Markt eine planmäßige Stadtanlage. Durch die bedeutsame Verkehrsanlage zwischen Leipzig und Prag sowie bedingt durch den Bedarf an Handwerkserzeugnissen der durch die neu gegründeten Dörfer auf der Wilsdruffer Hochfläche entstanden war, blühte das städtische Gemeinwesen wirtschaftlich auf.

Nach der Leipziger Teilung der wettinischen Länder 1485 wurden die Residenzen nach Dresden und Wittenberg verlegt. Durch die Aufhebung des Bistums 1581 verstärkte den Bedeutungsverlust  Meißens noch weiter, als Kreisverwaltungs- und Amtssitz behielt es aber weiterhin überörtliche Bedeutung. 1543 wurde die Sächsische Landefürstenschule  St. Afra gegründet, so daß zumindest auf dem Gebiet der Humanistischen Bildung Meißen führend blieb.

Nach dem 30-jährigen Krieg verfiel Meißen in eine längere wirtschaftliche Stagnation. Erst die Errichtung der ersten europäischen Porzellanmanufaktur im Jahre 1710 brachte eine allmähliche Besserung der Lage.

Unterbrochen durch die Kriegsjahre des 18. und 19. Jh. begann 1834 ein erneuter Aufschwung für die Stadt. Erste Industriebetriebe nahmen ihre Produktion auf, 1835 fuhren die ersten Dampfschiffe und 1860 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Meißen entwickelte sich zu einem bedeutenden Standort der keramischen Industrie Sachsens und vergrößerte durch Eingemeindungen vor allem auf der rechten Elbseite das Stadtgebiet.
Meißen blieb während der zwei Weltkriege von schwerwiegenden Kriegszerstörungen bewahrt. Zwischen 1949 und 1989 wurde die Entwicklung der Stadt Meißen vom ideologischen und finanziellen Rahmen der DDR bestimmt. So wurde zwar in den Außenbezirken neue Wohnbebauung geschaffen. Jedoch verfiel im Gegenzug die historische Innenstadt.

(Quelle: http://www.stadt-meissen.de)

Folgen Sie mir bitte auf einen kleinen Streifzug durch Meissen.

Herzlichen Dank an Andreas Lippsch, er stellte die meisten Meissen Impressionen zur Verfügung.


Viel Vergnügen!

Marek Decker

Die Schmorsdorfer Linde

Liebe(r) Leser(in),

Die Schmorsdorfer Linde finden wir direkt in Schmorsdorf, bei Maxen und unweit von Dresden. Das Alter dieser Linde ist unbestimmt, jedoch schon um 1630 in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wird dieser Baum erstmals schriftlich erwähnt. Ein Sturm im Januar 1884 hat drei Stiele von der Linde abgebrochen. Das Holz wurde durch die Gemeinde an Schmorsdorfer Bürger verkauft. Damals hatte die Linde schon einen Stammumfang von 4 m und eine Höhe von 44 m.

Die Größe dieser Linde wird gerade zur Winterszeit deutlich, wenn die Blätter fehlen. Der Stamm der Linde ist innen hohl, so daß hier durchaus mehrere Personen stehen können. Bänke im Schatten der mächtigen Schmorsdorfer Linde laden zum Verweilen ein.Lange Zeit wurde die Linde als Spielplatz von Kindern benutzt. Heute steht die Linde unter Naturschutz.

Am 27. Mai 2006 wurde das Lindenmuseum Clara Schumann eröffnet. Es ist das wohl kleinste freistehende Museum Sachsens mit 6.5 qm. Auf vier großen Ausstellungstafeln können sich die Besucher über Lindenbäume und speziell über die 1000-jährige Schmorsdrofer Linde informieren. Die berühmte Pianistin Clara Schumann ist – wenn sie bei dem Ehapaar Serre auf Schloss Maxen weilte – einige Male zu dieser alten Linde gewandert und hat uns überliefert, dass hier nachts eine weiße Frau umgehen soll. So finden die Besucher auch über das Leben auf Schloss Maxen und die Aufenhalte von Robert und Clara Schumann in Maxen einige Informationen. Der Heimatfilm „Maxen 1955“ von Ernst Hirsch ergänzt das Angebot des Lindenmuseums Clara Schumann trefflich.

Viel Vergnügen!

Marek Decker